Businessplan Teil 1 – eine gute Idee

15. August 2008

Aller Anfang ist schwer: Das merken wir auch daran, dass wir von Euch vermehrt Fragen zu der Strukturierung von Geschäftsideen, Planungsvorgängen etc. erhalten haben. Deshalb wird es in den nächsten Beiträgen um die Themen

  • Ideen
  • Wichtige Fragen vor Start der Selbstständigkeit
  • Businessplan und
  • Finanzierung gehen.

Den Anfang machen wir mit dem Thema Ideenfindung – Im Laufe der Reihe, werden wir hoffentlich einige Fragen beantworten können.
Bei der Entscheidung zur Selbstständigkeit, gibt es oft schon Ansatzpunkte oder eine Idee, die man verfolgen möchte. Freelancer rutschen meist über Projektangebote in die Freiberuflichkeit und suchen dann erst einen Weg das eigene Tun zu strukturieren und auszubauen.  Um vom Wagen ins Konkrete zu kommen, hilft es, sich Zeit zum aktiven „Rumspinnen“ zu nehmen und sich Gedanken zu der eigenen Situation und vorstellbaren Möglichkeiten zu machen.

Mit Köpfchen Ideen finden
Hier helfen einige simple Kreativitätstechniken, die oft überraschende Ergebnisse zaubern: Empfehlenswert ist das klassische Brainstorming, bei dem man verschieden Personen bittet, sich zusammen zu setzten und wild alle Ideen zu einem Thema zu äußern. Die Sammlung dieser Ideen können im Nachgang strukturiert werden. Wer gerne alleine Gedanken sammelt, kann dies anhand einer Mindmap tun. Dabei wird das Thema in die Mitte geschrieben und davon ausgehend Punkte zum Thema immer weiter angefügt und verästelt. Sinnvoll ist es dabei vom Allgemeinen ins Spezielle zu gehen.
Wer kein Freund von viel vollgemaltem Papier ist, kann auch Mindmappingtools nutzen. Hier werden die angesprochenen und viele weitere Kreativitätstechniken beschrieben, die allesamt dabei helfen, aus den normalen Gedankenbahnen auszubrechen und neue Ideen zu entwickeln.
Als Tipp: Nicht verkrampft nach Ideen suchen, sondern entspannt den Gedanken Ihren Lauf lassen – dabei kommen immer noch die besten Ergebnisse zustande. Vielen Ideen entstehen z.B. unter der Dusche, auf der Toilette J oder vor dem Schlafen gehen.

Jedes Brainstorming kommt dann an seine Grenzen, wenn wichtige Informationen fehlen; Wenn z.B. Punkte zu Umsetzbarkeit, Marktsituation usw. nicht bekannt sind. Ist die grobe Richtung klar, macht es daher Sinn, sich dem aktuellen Markt zuzuwenden und alle erreichbaren Informationen zusammenzutragen.

Marktübersicht
Den Einblick in den angestrebten Markt gibt es über verschiedene Wege: Ein Anfang kann das persönliche Gespräch mit Kollegen oder Bekannten sein, denn hier ist es einfach, ungezwungen in alle Richtungen zu fragen und Trends und Probleme zu erkennen. Dann ist es ratsam einen genauen Blick in die branchenüblichen Fachmagazine zu werfen oder die klassische Internetrecherche zu Hilfe zu nehmen.
Aber: Bei letzterer Möglichkeit kann nie mit Sicherheit angenommen werden, dass alles Wichtige erfasst wurde, daher sollte das Internet nur einen Teil der Orientierungsbasis ausmachen.

Strategie
Ist der grobe Überblick einmal da, ist es ratsam die Konkurrenz auf dem Markt genauer unter die Lupe zu nehmen: Welche Strategien verfolgen die Mitbewerber, welche Zielgruppen werden angesprochen und wie sieht das Leistungsportfolio der Anderen aus? Aus einer solchen Mitwerberanalyse können wertvolle Rückschlusse auf die eigene Strategie getroffen werden. Sinnvolle Strategien können z.B. kopiert werden, Mehrwerte, die Andere nicht haben, können zu einer Nischenstrategie führen oder als Alleinstellungsmerkmale (USPs - unique selling propositions) ausgebaut werden.

Von der Idee zur klaren Vorstellung
Im Idealfall entwickelt sich die Idee mit jedem weiteren Überlegungsschritt weiter. Das ist grundsätzlich positiv, da so auch immer wieder neue Ideen entstehen. Recht bald solltet Ihr nicht mehr nur Ideen generieren, sondern diese auch zu Papier bringen und genau durchdenken.
Dazu empfehle ich Euch folgende Fragen schriftlich zu beantworten:
Welches Produkt/ Dienstleistung ist Basis der Geschäftsidee?
Welche Zielgruppe(n) soll(en) angesprochen werden?
Welche Informationen gibt es über den Markt?Welche Mitbewerber gibt es?
Wie sehen die Leistungsportfolios der Mitwerber aus?
Welchen Mehrwert kann ich, gegenüber den Mitwerbern, bieten?

Diese Informationen geben die Basis für jedes weitere Handeln und erfahrungsgemäß sollte der Zeitaufwand für eine solche Erarbeitung nicht unterschätzt werden. Genau diese Fragen sind auch die Grundlage jedes Businessplans.
Tipp: Diese Fragen sind nicht nur für einen selbst wichtig, sondern können verkürzt auch als Präsentation der Geschäftsidee für zukünftige Partner oder Geldgeber verwendet werden.

Soviel zunächst zu der (hoffentlich) guten Idee und deren Ausarbeitung. Im nächsten Eintrag werden wir dann etwas genauer auf die einzelnen Bestandteile des Businessplans eingehen.

Schönes Tüfteln und hier noch einige Links zum Thema:

  • Kreativitätstechniken (gute Erklärungen aller gängigen Kreativitätstechniken und wie sie eingesetzt werden können)
  • Businessplaner (umfangreiche Plattform des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Thema Existenzgründung)
  • Sommer 2008 – mit erweiterter Zeiterfassung und erhöhter Flexibilität im Zusammenspiel zwischen Kundenverwaltung und Rechnungslegung

    6. August 2008

    Liebe FastBill Nutzer,
    FastBill wächst stetig an seinem Funktionsumfang und durch Sie als Kunden.
    Erweiterung der Zeiterfassung:
    Die Arbeit in verschiedenen Projekten und Teams ist ein großer Fokus. Aus dem Grund können nun verschiedene Projekte den unterschiedlichen Mitarbeitern zugeordnet werden. Ein Auftrag in einem Projekt kann auch einem verantwortlichen Mitarbeiter zugeordnet werden. In diesem Rahmen wurde natürlich auch das Reporting angepasst. Ihre Mitarbeiter haben nun keinen vollständigen Zugriff auf Ihre Firmendaten im Portal. Sie können einstellen, welcher Benutzer in Ihrem Account Zugriff auf die diversen Module (Hauptmenüpunkte) hat.

    Kundenverwaltung/ Rechnungslegung:
    Es ist ab diesem Release möglich verschiedene Zahlungsarten (Rechnung, Lastschrift oder Bar) mit einem entsprechenden Text auf der Rechnung auszuweisen. Weiterhin können zu verschiedenen Kunden je unterschiedlichte Zahlungsarten zugeordnet werden.

    Im Rechnungseditor können alle fixen Texte individuell angepasst werden. Das eröffnet die Möglichkeit, jegliche Textbereiche in andere Sprachen zu überführen. Sollten Sie also Kunden im Ausland haben, dann wird bei ausländischen Kunden der Ländername im Adressfeld der Rechnung direkt ausgegeben.

    Auf Grund vieler Anfragen haben wir auch einige Kleinigkeiten umgesetzt und Fehler behoben. Hierunter fällt folgendes:
    •    als Zahlungsziel kann „sofort“ gewählt werden
    •    Rechnungen können mit einem beliebigen Rechnungsdatum versehen werden
    •    Bei unterschiedlichen MwSt. Sätzen wird in der Rechnung jetzt auf den entsprechenden Posten verwiesen
    •    Bezahlte Rechnungen werden farblich hervorgehoben
    •    Die Dateinamen beim Herunterladen von Rechnungen sind angepasst (z.B. das Rechnungsnummer ist im Dateinamen - ReNr_Kunde_KdNr.pdf)
    •    Die USt ID des Kunden wird ab sofort in Rechnungen angezeigt und beim Export des Kunden auch mit exportiert
    •    Probleme beim Anlegen von wiederkehrenden Rechnungen im Internet Explorer sind behoben.

    Zum Schluss noch eine kleine Verbesserung in Sachen Performance: in den verschiedenen Übersichten werden „Suchen und Filtern“ direkt eingeblendet. Wir haben auf den Slide-Effekt verzichtet, um die Ladezeiten zu verkürzen.

    Wir wünschen allen Nutzern viel Spaß mit den neuen Erweiterungen und freuen uns natürlich über Feedback.

    Ihr FastBill Team.

    Kosten und Ressourcen im Griff

    28. Juli 2008

    Im Verhältnis zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer sind die Kosten ein entscheidender Punkt der Zusammenarbeit. Für eine gewinnbringende Projektdurchführung, die sowohl für den Auftraggeber als auch für Euch zufriedenstellend verläuft, ist deshalb ein Überblick über Ressourcen und Kosten besonders wichtig.
    Zu Beginn wird anhand des abgegebenen Angebotes eine Leistung zu einem bestimmten Preis angeboten, aufgrund dessen der Auftraggeber seine Entscheidung fällt. Ein solches Angebot ist die Basis für das weitere Kostenmanagement im Projektverlauf. Was bei der Angebotserstellung beachten werden sollte, könnt Ihr im Artikel Angebote erstellen einsehen.

    Der Überblick über entstandene und zukünftige Kosten des Projektes schützt Euch vor Fehlinvestitionen und bösen Überraschungen bei der abschließenden Rechnungsstellung. Im Verlauf eines Projektes kommt es immer wieder zu sich ändernden Bedingungen. Mehrere Gründe können hierfür verantwortlich sein:
    •    Der Auftraggeber ändert seine Anforderungen und das Projekt muss angepasst werden oder
    •    im Angebot wurde der Aufwand für das Projekt, aus unterschiedlichen Gründen, unterschätzt.

    Um diese Punkte aufzufangen und nicht zum Problem werden zu lassen, möchte ich Euch einige Vorgehensweisen vorschlagen:
    Aufgabenstellung detailliert schriftlich festhalten. Werden alle Projektanforderungen, Milestones und Leistungen genau festgeschrieben, könnt Ihr, bei sich ändernden Anforderungen, mit den Ausgangsvereinbarungen argumentieren und dies als Argumentationsgrundlage verwenden, um erhöhte Kosten an den Auftraggeber weiterzugeben.
    Kosten aufgestückelt in Leistungspaketen angeben. Je genauer die einzelnen Leistungen, im Angebot, in Arbeitsschritte etc. unterteilt werden, desto einfacher lassen sich erhöhte Kosten kommunizieren. Wenn der Auftraggeber z.B. von Posten 1, eine Leistung mehr möchte, kann man dies einfach unter Posten 1 zusätzlich aufführen.
    Im Gegensatz dazu, hat ein Pauschalpreis den Nachteil, dass das Endergebnis und nicht der Weg dahin bezahlt wird. Im Zweifelsfall bleibt man auf erhöhten Kosten durch Mehraufwand sitzen.
    Kosten transparent halten. Von Angebotserstellung bis Rechnungsstellung sollte der Auftraggeber über Kostenentwicklungen informiert sein. Tut sich zwischen Angebots- und Rechnungsbetrag ein zu großer Gap auf, wird der uninformierte Auftraggeber sofort unzufrieden sind. Ein informierter Auftraggeber, der bei Anforderungsänderungen sofort auch Kostenänderungen bekommen und diesen zugestimmt hat, hat keinen Grund zur Beschwerde oder wird sich zumindest gesprächsbereit zeigen.

    Kostenmanagement
    Um Kosten im Blick zu behalten, sind die Kostenplanung und das Verfolgen der Kostenentwicklung entscheidend.
    Ressourcenbedarf vorhersehen. Eine Angebotserstellung ist nichts weiter, als ein Schätzen von nötigen Ressourcen und ein Bepreisen dieser Ressourcen. Ressourcen können dabei die eigene Leistung, also die Arbeitszeit, aber auch Leistungen externer Dienstleister oder Sachleistungen, wie technische Bauteile, Strom, Werkzeug etc. sein. In einem zweiten Schritt, werden die Kosten für diese Ressourcen geschätzt.
    Kosten schätzen. Leistungen externer Dienstleister und Sachleistungen können anhand eingeholter Angebote geschätzt werden. Die eigenen Kosten, z.B. für eigene Arbeitszeit, eventuell Personalbedarf etc., werden möglichst anhand festgelegter Stundensätze angegeben. Zur Information über den Einkauf von Dienstleistungen empfehle ich den Artikel zu Großprojekten und über die Zusammensetzung von Preisen könnt Ihr Euch in dem Artikel zum Thema Stundensätze kalkulieren informieren.
    Da aus eigener Erfahrung eine Kostenschätzung nie die genauen Kosten des Projektes treffen wird, ist es sinnvoll Schätzungen immer etwas höher anzusetzen, denn ein niedrigerer Preis zu Projektende wird im Gegensatz zu erhöhten Kosten nie diskutiert. Das lässt sich bei transparenter Kostenverwaltung gegenüber dem Auftraggeber auch immer als Pluspunkt verwandeln.
    Kostensteuerung. Im Verlauf des Projektes und innerhalb einzelner Projektschritte werden die benötigten Ressourcen immer konkreter und die Kosten damit klarer. Einen Überblick über die Kosten erhält man allerdings nur, wenn regelmäßig die Arbeitzeiten für Projektschritte, die Kosten für externe Dienstleister und die aktuellen Sachkosten gecheckt werden. Halten sich die Kosten im Rahmen der geschätzten Kosten, gibt es erst einmal keinen Handlungsbedarf. Liegen die Kosten darüber, ist zu analysieren, welche Kostenpunkte höher als gedacht sind und woran dies liegt. Im zweiten Schritt sind erhöhte Kosten dem Auftraggeber zu kommunizieren, damit dieser auf dem neuesten Stand ist und sich damit auseinander setzen kann. So entstehen weder für den Auftraggeber, noch für Euch unschöne Überraschungen.

    Tools zur Kostensteuerung
    Für eine praktikable Kostenüberwachung hält FastBill Tools zur zentralen Informationssammlung und -Auswertung bereit. Solche Tools sind unabdingbar, wenn man schnell ein Angebot erstellen muss. Denn den Eigen- und den Fremdressourcenbedarf zu schätzen, erfordert einiges an Erfahrung und kann durch Rechnungen und Zeiterfassungen alter Projekte erst einmal grob geschätzt werden. Wenn Ihr also bisher die Zeiterfassung genutzt habt, könnt Ihr anhand älterer Projekte den Zeitaufwand für aktuelle Projekte schätzen. Diese Erfahrung hinsichtlich der Planungssicherheit, bedingt eine höhere Kostensicherheit, welche die Auftraggeber erwarten und zu schätzen wissen.
    Über die Rechnungsverwaltung könnt ihr aktuelle Angebote zentral verwalten oder alte Rechnungen, als Referenzen für die Kostenschätzung, verwenden. Falls Ihr noch kein Mitglied seid, könnt Ihr Euch hier kostenfrei anmelden.
    Als Tipp - im aktuellen Projektverlauf lassen sich über die Dokumentenverwaltung, die Anfangsvereinbarungen zum Projekt, wie Lastenheft, allgemeines Kundenbriefing und alle weiteren schriftlichen Vereinbarungen zentral speichern und einsehen. So geht keine wichtige Information im Verwaltungschaos verloren.

    Weitere Tipps
    - Bei Projekten, für welche man viel in Vorleistung geht, ist es üblich, einen Prozentsatz der geschätzten Projektkosten im Vorfeld über eine a conto- Rechnung (Abschlagszahlung) in Rechung zu stellen. Prozentsätze bis 50 % der Selbstkosten sind dabei üblich.
    - Ist man viel auf externe Dienstleistungen angewiesen, empfehle ich die Kostenschätzung in eigene Kosten und Fremdkosten aufzusplitten. So sichert man bei eventuellen Problemen mit Rechnungen von Dienstleistern, den eigenen Kostenanspruch.
    - Um eine konstante Kostentransparenz für den Auftraggeber zu schaffen, macht es Sinn, zu festgelegten oder kritischen Zeitpunkten des Projektes eine aktuelle Kostenübersicht mit den Gesamtprojektkosten zu erstellen und diese dem Auftraggeber vorzulegen. Schließlich ist es sein Geld, dass man verwaltet ☺.

    Ich hoffe Ihr habt wieder einige interessante Informationen mitgenommen und wünsche viel Erfolg bei Euren Projekten.
    Wenn Ihr noch Tipps zum Thema habt, lasst es mich wissen.

    Selbstständigkeit neben Studium und Arbeit

    15. Juli 2008

    Gerade wenn man noch studiert oder sich neben einer Tätigkeit in einem festen Angestelltenverhältnis selbstständig machen will, sollte man die Firmengründung nicht überstürzen, sondern langsam mit einer nebenberuflichen Gründung bzw. Selbstständigkeit einsteigen. Hier gilt natürlich, wie immer, erst informieren, dann loslegen. Um Euch die Suche nach Informationen etwas zu erleichtern, habe ich hier die wichtigsten Informationen zum Thema Rechtsformen, Anmeldung, Buchführung und einige weiterführende Informationsquellen zusammengestellt.

    Auf dem Weg in die Selbstständigkeit muss man sich zunächst für eine Rechtsform entscheiden, denn ohne korrekte Anmeldung, habt Ihr keine Legitimation tätig zu werden und Rechnungen zu schreiben.
    Grundsätzlich unterscheidet man bei Gründungen zwischen den übergeordneten Rechtsformen Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft.

    Eine Kapitalgesellschaft (z.B. GmbH, Limited oder AG) ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gesellschaft haftet und hohe Kapitaleinlagen nötig sind (€ 25.000 bei einer GmbH). Damit ist eine Kapitalgesellschaft für die meisten Neugründungen, die ohne viel Startkapital auskommen müssen, zunächst uninteressant.
    Bei Personengesellschaften (z.B. GbR, PartG, OHG, KG) ist kein Mindestkapital (Ausnahme: GmbH & Co. KG) nötig, allerdings haften hier die Gründer, also die Gesellschafter, mit ihrem Privatvermögen.
    Insbesondere die GbR wird gerne als Rechtsform bei einem Zusammenschluss von zwei oder mehr Gesellschaftern genutzt, da für eine Gründung weder ein Mindestkapital noch ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag nötig sind. Hier rate ich trotzdem einen Gesellschaftervertrag aufzusetzen, da bei Schwierigkeiten, durch eine schriftliche Festlegung, Ärger vermieden wird.

    Kleingründung als Nebentätigkeit
    Wer sich neben Studium oder Arbeit als Einzelperson selbstständig machen möchte, dem steht zusätzlich die Möglichkeit offen ein Einzelunternehmen anzumelden.
    Dies ist möglich für Kleingewerbetreibende, Handwerker, Dienstleister und Freie Berufe. Kleingewerbetreibender ist man dann, wenn man mit seinem Gewerbe nicht mehr als € 50.000 Gewinn im Jahr (bis Sept. 2007 € 30.000) verzeichnet. Bei Handwerkern, Dienstleistern und Freien Berufen gibt es keine Gewinngrenzen. Ob Ihr einen Freien Beruf ausübt könnt Ihr hier Schritt für Schritt prüfen, denn eine ganze Reihe von Voraussetzungen regelt, ob man in diese Kategorie fällt. Sowohl Kleingewerbetreibende, als auch Freiberufler können sich, mit mindestens zwei beteiligten natürlichen Personen, auch als GbR firmieren.

    Achtung Konkurrenz
    Für Arbeitnehmer ist im Vorfeld einer Gründung wichtig zu klären, ob im Arbeitsvertrag festgeschrieben steht, dass der Arbeitgeber einer nebenberuflichen Selbständigkeit zustimmen muss. Ist dies der Fall, muss der Arbeitgeber in Kenntnis gesetzt werden und und den Tätigkeiten eventuell schriftlich zustimmen. Man sollte auch darauf achten, nie in direkter Konkurrenz zum Tätigkeitsfeld des Arbeitgebers zu stehen, da dies im schlimmsten Fall zu einer Kündigung führen kann.

    Anmeldung
    Für Freiberufler ist keine Gewerbeanmeldung erforderlich, es reicht eine einfache Anmeldung beim Finanzamt. Das Finanzamt ist auch die Instanz, die letztlich entscheidet, ob Eure Tätigkeit tatsächlich zu den Freien Beruf zählt. Alle anderen Kleingründungen müssen als Gewerbe beim Gewerbeamt angemeldet werden. Mit den richtigen Formularen sind diese Anmeldungen kein Problem. Hierfür stellt das Gründungsnetzwerk NRW ein hilfreiches Tool zur Verfügung, das nach wenigen zu beantwortenden Fragen zu Tätigkeitsbereich und Rechtsform, alle Formulare und Informationen auflistet, die man zur Anmeldung benötigt.

    Buchführung
    Ins Handelsregister eingetragene Unternehmen, z.B. GmbHs müssen grundsätzlich Bilanzen vorweisen. Selbständigen und Neugründern bleibt das dagegen zum Großteil erspart. Bei den meisten reicht eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) an das Finanzamt aus. Erst wenn ein Gewinn über € 50.000 im Jahr erwirtschaftet wird oder der Umsatz über € 500.000 steigt, muss eine Umstellung der Buchhaltung erfolgen. Auch hier haben es Freiberufler einfacher, bei Ihnen genügt die EÜR, ohne dass ein Grenzbetrag beachtet wird.

    Besonderheiten Sozialversicherung
    Als Vollzeit-Selbständige sind Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung selbst aufzubringen. Der Vorteil bei einer nebenberuflichen Selbstständigkeit ist, dass die Regelungen des normalen Angestelltenverhältnisses erhalten bleiben und der Arbeitgeber 50 % der Versicherungsbeiträge bestreitet.
    Als Student mit nebenberuflicher Selbstständigkeit ist man im Normalfall familienversichert oder als Studenten vergünstigt krankenversichert. Diese Absicherung erlischt allerdings, sobald die Selbstständigkeit außerhalb der Semesterferien 20 Arbeitsstunden pro Woche überschreitet und damit in Vollzeit betrieben wird.

    Problem Scheinselbstständigkeit
    Ein auftretendes Problem bei Kleingründungen ist die Scheinselbstständigkeit:
    Wer an Weisungen des Auftraggebers gebunden ist, in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers arbeitet, an feste Zeiten gebunden ist und überdies weder die Kosten für die Arbeitsausführung trägt, noch rechtlich (über Rechtsform) und wirtschaftlich (über das unternehmerische Risiko) selbständig ist, der ist Scheinselbstständig. Bei einer Prüfung und Beanstandung durch den Deutschen Rentenversicherungsbund kann es dazu kommen, dass der Auftraggeber den Freien fest anstellen muss oder der Vertrag und die Arbeitsweise geändert werden müssen.

    Ich hoffe diese Infos konnten ein wenig Licht ins bürokratische Dunkel bringen.
    Für alle, die sich noch genauer informieren wollen:

    • Freie-Berufe.de - Portal des Bundesverbandes der Freien Berufe
    • GründerZeiten 33 - Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Thema Rechtsformen
    • GründerZeiten 44 - Informationsbroschüre des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zum Thema Kleingründungen

    Kapitaler Fang – in Zusammenarbeit Großprojekte umsetzen

    2. Juli 2008

    Wer mit kleinen Projekten groß rauskommen will hat´s schwer – doch bei großen Projekten fühlen sich viele Freelancer überfordert. Hier möchte ich Euch kurz zeigen, wie, mit guter Projektkommunikation und einem funktionierenden Netzwerk, jeder Selbstständige auch große Projekte stemmen kann. Anstrebenswert sind umfangreiche Projekte in jedem Fall, denn ein Großprojekt mit entsprechendem Budget gibt längerfristige Absicherung und eine gute Referenz.

    Trend Outsourcing
    Viele Unternehmen nutzen die Chancen des Marktes und geben komplette Projekte aus der Hand. Diesen Trend kann man nutzen, wenn man in der Lage ist Komplettlösungen anzubieten und auch abzuwickeln. Da Großaufträge aber kaum alleine gemeistert werden können, ist hier ein funktionierendes Netzwerk äußert wertvoll, denn es erlaubt, im Idealfall, Leistungen anzubieten, die man alleine nicht erbringen kann. Dazu gibt es einmal den Weg mit anderen Dienstleistern Kooperationen einzugehen oder selbst zum Auftraggeber zu werden und Dienstleistungen einzukaufen.

    Kooperationen eingehen
    Kooperationen haben den Vorteil, dass die Beteiligten mit vereinten Kräften und einem gemeinsamen Interesse an ein Projekt herangehen. Im Idealfall kann man dabei von dem entstehenden Wissensaustausch profitieren und auch die Kontakte der Kooperationspartner nutzen. Ein großer Vorteil ist außerdem, dass man gegenüber dem Auftraggeber als Team auftreten kann und nicht befürchten muss, als Einzelkämpfer für nicht kompetent genug gehalten und gegen z.B. eine Agentur ausgetauscht zu werden.
    Kooperationspartner findet man am Besten im eigenen Netzwerk, kann aber auch über Portale wie gruendenimteam.de, projektwerk.de oder gulp.de geeignete Kandidaten suchen.
    Da man oft sehr eng zusammenarbeitet, ist es besonders wichtig, im Vorfeld, vielleicht anhand eines kleinen Projektes, zu erproben, ob man wirklich die gleichen Ziele verfolgt und effektiv zusammenarbeiten kann.

    Dienstleistungen und Spezialisten einkaufen
    Spezielle Leistungen kann man durchaus auch selbst einkaufen. Sie sollten aber nicht den größten Teil des Projektes ausmachen, da der Auftraggeber sonst leicht annehmen könnte, dass er besser jemand anderen mit dem Projekt beauftragt hätte.
    Dienstleister findet man z.B. bei freelancer-market.de, freelancer.de, gulp.de oder ebenfalls bei projektwerk.de. Aber immer daran denken, dass wenn man als Team auftritt oder mit diversen Subunternehmern, der Auftraggeber natürlich auch das Recht hat nachzufragen, mit wem ihr da als Team auftretet und sich ggf. die Subunternehmer auch mal anschauen möchte.

    In jedem Fall erfordert ein großes Projekt mit vielen Beteiligten einen hohen Projektmanagementaufwand. Der Nachteil unterschiedlicher Arbeitsstandorte muss mit erhöhter Kommunikation und aktiver Abstimmung ausgeglichen werden. Das geschieht über Projektkommunikation, die alle Beteiligten eines Projektes, sowohl auf organisatorischer Ebene als auch auf ausführender Ebene umfassen sollte:

    Projektabstimmung
    Für die erfolgreiche Projektentwicklung ist es entscheidend alle Beteiligten stets auf demselben Projektstand zu halten.
    In wichtigen Abstimmungsphasen und gerade auch in der Endphase von Projekten (z.B. vor dem Erreichen wichtiger Meilensteine) ist es entscheidend alle Kompetenzträger stets direkt erreichen zu können, um auf kritische Momente sofort reagieren zu können. Dies kann z.B. klassisch durch direkte Kommunikation Face-to-Face, über Telefon oder Videokonferenz geschehen.
    Im Laufe des Projektes ist dies allerdings nicht mehr umsetzbar; über einen längeren Zeitraum kann man nicht immer alle Beteiligten an einen Tisch bringen.
    Hier setzt man am Besten auf indirekte Projektinformation, bei der die aktuellen Informationen von den Beteiligten abgerufen werden können.
    Ich empfehle dazu die Projektabwicklungstools von FastBill. Die Anmeldung ist kostenlos und es stehen Euch zahlreiche nützliche Features zur Verfügung:
    Über die Auftragsliste kann z.B. festgelegt werden, welche Schritte von wem im Folgenden ausgeführt werden und welchen Stand Aufträge aktuell haben. Über die neue Todo-Liste können Projektschritte noch genauer geplant und abgestimmt werden.
    Hilfreich ist vor allem auch ein gemeinsames Dokumentenmanagement, bei dem alle Daten und Unterlagen zum Projekt stets zugänglich und von allen nutzbar sind.
    Als besonderes Feature werden alle Projektbeteiligten per Newsletter kontinuierlich über den Projektfortschritt auf dem Laufenden gehalten.

    Mit viel Engagement und diesen Abstimmungsmaßnahmen steht einem erfolgreichen Projekt eigentlich nichts mehr im Wege ;).
    Mehr Infos zum Thema Tools für´s Projektmanagement gibt´s auch hier, in dem Eintrag zum Thema „den Überblick über Projekte behalten“.

    Ich wünsche noch viel Erfolg bei den nächsten Projekten und freue mich über weitere Tipps und Kommentare.

    Hier noch ein paar weiterführende Links zum Thema:

    Angebot ohne Nachfrage – richtig Angebote erstellen

    16. Juni 2008

    Erfolgreich kontakten und Projekte generieren ist das Eine, doch dann wird vom potentiellen Auftraggeber meist ein Angebot eingefordert. Für viele Freelancer ist das leichter gesagt als getan.

    Bevor ein Angebot abgegeben werden kann, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass hier wahrscheinlich noch mehr Dienstleister im Spiel sind, von welchen ein Angebot angefordert wurde. Das eigene Angebot muss also dem Vergleich mit anderen Angeboten standhalten. Dabei entscheidet oft nicht der Gesamtpreis über den Zuschlag für den Auftrag, sondern die Professionalität des Angebotes.

    Um ein konkretes Angebot abgeben zu können sind im Vorfeld viele Fragen zu klären, denn jedes Angebot kann nur so gut sein, wie die Informationsbasis, die man im Vorfeld erarbeitet.
    Vorab ist es deshalb sinnvoll sich Gedanken zu den Zielen des Projektes, eventuell dem Einsatzgebiet und den Anforderungen an die zu erbringende Dienstleistung zu machen.
    Handelt es sich um ein umfangreiches Projekt, kann man den Auftraggeber bitten ein Lastenheft mit Vorstellungen und Anforderungen zu erstellen.

    Lastenheft
    Das Lastenheft soll helfen abzuschätzen, welche Leistungen für ein erfolgreiches Projekt zu kalkulieren sind. Inhaltlich sollten Zielbestimmung, beabsichtigter Einsatz des Projektergebnisses, gewünschte Funktionen sowie technische und organisatorische Erwartungen des Auftraggebers enthalten sein.
    Bei gut strukturierten Unternehmen ist ein Lastenheft die Grundlage einer Anfrage.

    Bei der Umsetzung des Lastenheftes in ein Angebot ist Vorausdenken alles. Als Dienstleister kann man hier für den Auftraggeber mitdenken und auch auf mögliche Leistungen hinweisen, die dem Auftraggeber zu Beginn noch nicht präsent sein können. Mit einer guten Argumentation (aus Spezialistensicht ;) lässt sich im Idealfall ein Angebot erweitern.
    Ergänzend zu dem eigentlichen Angebot ist es sinnvoll auch eine Auflistung der durch das Angebot abgedeckten Leistungen hinzufügen. Das kann formlos oder in Form eines Pflichtenheftes erfolgen, dass man anhand der Infos aus dem Lastenheft erstellen kann.

    Pflichtenheft
    Das Pflichtenheft soll klären, welche Leistungen in dem abgegebenen Angebot enthalten sind. Dabei ist so genau wie möglich zu beschreiben, was geleistet wird, denn bei Nachfragen lassen sich so die Angebotsbestandteile anhand des Pflichtenheftes verargumentieren. Ein durchdachtes Pflichtenheft wird jedem Auftraggeber sofort klar machen, dass man es ernst meint und weiß wovon man redet.

    Ein insgesamt durchdachtes Angebot ist hier elementar, da Kosten, die erst im Nachhinein auftreten, nicht mehr nachkalkuliert werden können. Denn: im Unterschied zu einem Kostenvoranschlag ist ein Angebot bindend.
    Deshalb ist es ratsam eine Frist zu setzen, bis zu welcher das Angebot seine Gültigkeit behält. Das schützt den Freelancer vor hinausgeschobenen Entscheidungen und gibt die Möglichkeit bei einer neuen Anfrage neu zu kalkulieren.

    Bei allen Überlegungen zum Thema Kalkulation, Zahlen, Angebot und den Arbeitsaufwand kann ich nur empfehlen, neue Projekt anhand von Erfahrungen aus alten Projekten anzugehen:

    Arbeitszeit
    Hat man bereits ähnliche Projekte abgewickelt, lässt sich der Arbeitsaufwand anhand abgeschlossener Projekte einschätzen. FastBill-Nutzer bekommen diesen Überblick durch einen Blick in die Zeiterfassung und die Dokumentation der Projekte. Falls Ihr FastBill noch nicht nutzt, könnt Ihr Euch hier kostenlos anmelden.
    Um sich das Leben nicht zu schwer zu machen, kann man zu den effektiv gearbeiteten Stunden ebenfalls Stunden für Projektmanagement, Dokumentation und weitere Pufferzeiten einplanen. Diese muss man auf dem Angebot aber nicht extra ausweisen, sondern kann sie in anderen Posten mit kalkulieren. Was man bei der Kalkulation von Stundensätzen beachten sollte, könnt Ihr im Artikel zum Thema Kostenkalkulation nachlesen.

    Materialien
    Je nach Art Eurer Dienstleistung, wird der Materialaufwand (mit Puffer für Ausfälle) bei großen Posten aufgeschlüsselt mitangegeben. Ist das Material aber ein Sammelsurium als Kleinposten, kann man den Materialaufwand getrost als einen Posten Material aufführen.

    Fremdleistungen
    Falls Ihr für das Projekt selbst Leistungen einkaufen müsst, solltet Ihr die Kosten für diese Dienstleistungen anfragen und dann mit entsprechendem Puffer als Posten in das Angebot mit aufnehmen. Wer diese Dienstleistung erbringt, geht aber nur Euch etwas an. Schließlich will man ja nicht, dass der Auftraggeber zur Konkurrenz geht.

    Wenn Ihr all diese Punkte durchgegangen seid, muss das Ganze noch in Form gegossen werden. Die Form des Angebotes ist nicht festgelegt und Formvorgaben gibt es meist nur bei Großaufträgen, bei denen viele verschiedene Angebote geprüft werden.
    Trotzdem ist es natürlich besser, wenn das Angebot übersichtlich gestaltet ist und einen insgesamt ansprechenden Eindruck macht. Für eine einfache Erstellung von Angeboten kann ich Euch das Angebotstool von FastBill ans Herz legen. Damit können Kunden schnell angelegt und die entsprechenden Angebotsbausteine einfach eingegeben werden:

    (Screenshot)

    Für eine Kontrolle des Projektablaufes könnt Ihr über die Zeiterfassung von FastBill und das Kundenmanagement einfach nachprüfen, ob das Angebot realistisch eingehalten  werden konnte.

    Dann noch viel Erfolg bei der Angebotserstellung.

    Hier sind noch einige hilfreiche Seiten zum Thema:

    Arbeit, die sich lohnt. Stundensätze kalkulieren.

    2. Juni 2008

    Nach erfolgreichen Projekten und vielen Arbeitsstunden, stehen viele Freelancer am Ende des Monats mit einem vergleichsweise geringen Verdienst da. Im Vergleich zu den angestellten Kollegen wird zwar ein viel größerer Betrag erwirtschaftet, aber nach Abzug der üblichen Steuern, Versicherungen und Fixkosten bleibt davon nicht mehr viel übrig. Diese scheinbare Ungerechtigkeit ist meist hausgemacht und oft das direkte Ergebnis nicht durchdachter Honorarsätze.

    Der Freelancer als Dienstleister sollte natürlich einen Preis für die zu erbringende Leistung benennen können. Die Festsetzung dieses Preises geschieht oft aus dem Bauch heraus und unerfahrene Freelancer orientieren sich gern an üblichen Stundengehältern ihrer angestellten Kollegen. Das Gehalt eines Festangestellten und der Verdienst eines Freelancers können allerdings nicht miteinander verglichen werden, da der Angestellte mit einem Gehalt entlohnt wird, dass er netto komplett für seine private Lebenshaltung verwenden kann. Beim Freelancer kommen zu den privaten Kosten noch viele unterschiedliche Kostenpunkte von Bürobedarf bis Versicherung dazu.

    Viele Freelancer haben Angst davor, zu teuer zu werden und damit den Auftraggeber zu vergraulen. Dabei sollte man sich immer vor Augen halten, dass ein Angestellter für seinen Arbeitgeber Kosten verursacht, die weit über das Gehalt des Angestellten hinausgehen:

    Gehalt Angestellter
    Zu dem Bruttogehalt des Angestellten wird der Arbeitgeber mit zusätzlichen Kosten von ca. 20 % zur Sozialversicherung, rund 14 % zur gesetzlichen Krankenversicherung, etwa 1,9 % für Pflegeversicherung und 4,5 % für die Arbeitslosenversicherung belastet.
    Und hier sind noch keine Kosten für weitere betriebliche Zuwendungen, wie vermögenswirksame Leistungen, krankheitsbedingte Fehlzeiten und Nebenkosten wie Dienstwagen und Büro-Infrastruktur integriert.

    Man kann sich also getrost von dem Gedanken verabschieden, dass ein Freelancer den Auftraggeber teurer kommt als dessen Angestellter. Nicht umsonst werden so viele Aufträge aus den Unternehmen an externe Dienstleister vergeben. Nun gilt es allerdings herauszufinden, wie hoch ein realistischer Stundensatz ausfallen muss. Dazu ist es sinnvoll zunächst die Kostenseite zu betrachten, denn es gilt die Einkommensseite mit der Kostenseite auszugleichen und natürlich noch Gewinne zu erwirtschaften.

    Um Kostenpunkte realistisch einschätzen zu können, müssen unterschiedliche Preiskomponenten bedacht werden. Dazu sollte darauf geachtet werden, einige oft versteckte Posten mit zu berücksichtigen:

    Sachgemeinkosten
    Dazu gehören sehr nahe liegende Dinge wie Bürobedarf und Kommunikationskosten, Instandhaltungskosten von Maschinen und Werbekosten sowie den notwendigen Steuerberater oder Buchhalter.
    Bei der Kalkulation der Kosten werden dabei nicht nur Beträge für steuerlich relevante Felder betrachtet, sondern auch solche zur Deckung der privaten Kosten. Darunter fallen sämtliche Lebenshaltungskosten, wie Beträge für Miete und Energie, Versicherungen und Lebensmittel etc..

    Abschreibungen
    Oft werden Kosten übersehen, die nicht so offensichtlich sind. Dazu gehören z.B. Abschreibungen, die sich unter anderem aus dem Wertverlust von Arbeitsgeräten ergeben und manchmal beträchtlich ins Gewicht fallen: z.B. ein Computer oder Laptop wird offiziell nur mit einer Nutzungsdauer von drei Jahren eingestuft. Das langfristige Einkalkulieren dieser Kosten macht durchaus Sinn.

    Personalkosten
    Falls Angestellte vorhanden sind, müssen natürlich auch diese Kosten in die Gesamtkostenabschätzung mit einfließen. Hier gelten die oben genannten Bedingungen zu Gehalt und Arbeitgeberaufwendungen.

    Neben den ganzen Kosten die entstehen, möchte sich ein Jeder auch noch etwas zu Essen kaufen und den normalen Alltag bestreiten. Mit anderen Worte ein eigenes “Gehalt” haben aus der Tätigkeit als Freelancer.

    Um diesem Betrag nun einen entsprechenden Stundensatz gegenüberstellen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie viele Stunden effektiv in Rechnung gestellt werden können.
    Natürlich kann man sagen, dass acht Stunden, 5 Tage die Woche (meistens mehr) gearbeitet werden kann. Allerdings kann nicht jede Arbeitsstunde auch auf ein Projekt verrechnet werden. Es fallen oft nicht verrechenbare Stunden in Form von krankheitsbedingten Fehlstunden, urlaubsbedingten Fehlstunden (denn Urlaub möchte jeder mal haben) oder Stunden für Verwaltungstätigkeiten an.
    Auch solche Stundenausfälle sollten in die effektive monatliche Stundenzahl mit einbezogen werden.

    Bei dieser Einschätzung hilft oft der Blick auf vergangene Projekte und Arbeitsmonate. Wer mit FastBill arbeitet, kann hier einfach auf die Auswertung der Zeiterfassung zurückgreifen und sofort sehen, wie viele effektive Stunden gearbeitet wurden. Neulingen kann ich diese Form des Zeitcontrolling nur empfehlen, da man sich hiermit und über die Projektmanagement- und Rechnungstools von FastBill einen genauen Überblick über alle Projekte verschaffen kann und nebenbei noch viel Zeit für die Verwaltung spart.

    Hat man nun die effektive Stundenzahl im Monat errechnet, muss der Kostenbetrag und der Betrag über den gewünschten Gewinn mit der Stundenanzahl gegenrechnet werden. Daraus ergibt sich das entsprechende Stundenhonorar.

    In folgenden Links, sind einige Honorarkalkulatoren angegeben, mit denen schnell und unkompliziert ausprobiert werden kann, wie hoch ein Stundensatz sein könnte. An einer ausführlichen Kalkulation kommt man dabei meist trotzdem nicht vorbei.

    Dann noch viel Spaß beim Zahlenjonglieren.

    Weiterführende Links zum Thema Stundensatzkalkulation:

    • Gulp (Aktuelle Trends in der Stundensatzentwicklung im Bereich IT)
    • Honorarrechner als xls - (etwas grober, aber übersichtlicher Honorarrechner für den ersten Überblick)
    • Honorarrechner online - (Honorarberechnung mit detaillierter Abfrage privater Kosten)

    Den Überblick über Projekte behalten

    14. Mai 2008

    Aller Anfang ist unstrukturiert. Beim Arbeitsstart als Freelancer hat man meist nur wenige Einzelprojekte umzusetzen und noch weniger Auftraggeber. Wenn sich bei Erfolg die Auftragslage auf einen Schlag verbessert, wird es immer wichtiger die vielen verschiedenen Projekte unter Kontrolle zu halten. Oft merke ich, dass es hilft, auch kleine Projekte nach den Maßgaben großer Projekte zu planen und strukturiert umzusetzen. Sonst ist es irgendwann soweit, dass man sich fragt, ob man Termine vergessen hat, nicht mehr nachvollziehen kann, wann die Zwischenabstimmung fällig war, wie lange man eigentlich an dem Projekt gearbeitet hat oder ob man einen Auftrag schon abgerechnet hat oder nicht. Mit etwas Struktur geht die Projektabwicklung dagegen viel leichter von der Hand und im Idealfall lässt sich auch noch etwas Zeit sparen.

    Kleinere Aufträge als Projekte einzustufen, mag in einem klassischen Projektverständnis vielleicht übertrieben wirken. In der Abwicklung einer Vielzahl von kleinen Projekten erhöht sich jedoch die Komplexität insgesamt und eine strukturierte Planung wird irgendwann sinnvoll. Heißt also: Wenn man langsam den Überblick verliert, wird Projektmanagement nötig.

    Am klassischen Projektmanagement lässt sich ableiten, wie man vorgehen kann.
    Folgende 5 Schritte werden dabei meist berücksichtigt:

    Eine Informelle Phase/ Analysephase (1), in der das Projekt analysiert wird und die Grundzüge der Aufgaben abgesteckt werden. Dabei ist es wichtig sich umfassend, durch Gespräche mit dem Auftraggeber und über eigene Recherche, zu informieren.

    Die Definitionsphase (2), in welcher die Ziele des Projektes genau formuliert werden. Hier ist es ist sinnvoll die Ziele schriftlich festzuhalten, um eine gleiche Ergebniserwartung auf Seiten des Auftraggebers und Auftragnehmers zu schaffen. Das kann im Zweifelsfall viel Ärger ersparen.

    In der anschließende Planungsphase (3), in der ein Zeit- und Ressourcenplan aufgestellt werden kann, wird festgelegt welcher Materialeinsatz nötig ist und wie viel Arbeitszeit man kalkulieren muss.

    Natürlich fallen diese Phasen bei kleinen Projekten nicht so umfangreich aus, wie bei komplexen Großprojekten. Dennoch schadet es nicht, sich hier Gedanken zu machen und über Ziele und Aufwand genau bescheid zu wissen. Auch die Auftraggeber wissen ein bisschen Struktur meist zu schätzen.

    In der Realisierungsphase (4), der unbestritten wichtigste Phase des Projektes, setzt man die gestellten Aufgaben dann endlich um. Die ersten drei Planungsphasen kann man hier aktiv als Arbeitsleitfaden nutzen. Ein Blick in den Projektplan macht klar, was alles noch und in welcher Zeit zu tun ist. Regelmäßig sollte man auch die vereinbarten Ziele mit dem bisherigen Stand abgleichen, um mit dem Projekt auf Kurs zu bleiben.

    Genau so wichtig wie eine gute Ausführung, ist auch die Abschlussphase (5): Hier werden die Ergebnisse übergeben und eventuell nachgebessert. Man sollte sicherstellen, dass das Endergebnis von dem Auftraggeber aktiv abgenommen wird (eventuell auch schriftlich), damit das Projekt abgeschlossen werden kann.
    Dann beginnt die Schreibarbeit: Diesen administrativen Teil, mit Rechnungen schreiben usw., kann man sich etwas erleichtern, wenn man den Überblick behält. Ich habe mir dafür einige sinnvolle Verwaltungshilfen zu Eigen gemacht:

    Arbeitszeit erfassen:
    Das ist nicht nur nützlich, um einen Überblick über die aufgewendete Zeit zu bekommen, man kann im Zweifelsfall auch dem Auftraggeber gegenüber unproblematisch aufschlüsseln, welche Tätigkeiten wie viel Zeit in Anspruch genommen haben. Außerdem bekommt man so ein Gefühl für eine realistische Aufwandseinschätzung und kann schon im Vorfeld genaue Angaben zu dem Zeitbedarf von Projekten machen.

    Eine zentrale Verwaltung aller Projekte:
    Sicher ist es nicht notwenig für jedes kleine Projekt eine Aufwands- und Kostenabschätzung einen Projektstrukturplan und einen Termin- und Ablaufplan zu schreiben. Bearbeitet man aber mehrere Projekte gleichzeitig, ist es unverzichtbar alle Projekte im Auge zu behalten. Diesen Überblick kann man sich verschaffen, indem man die Projekte zentral verwaltet, Zeitpläne der Projekte gegenüberstellt und sich den Arbeitsstatus notiert. Jeder abgeschlossene Projektschritt wird so übersichtlich vermerkt. Wenn es eng wird, kann man schnell Prioritäten setzten und gerät nicht in Gefahr mit dem ein oder anderer Projekt in Verzug zu geraten.

    Rechnungen online stellen:
    Viel Papier, Zeit und Porto kann man sich sparen, wenn man mit seinem Auftraggeber vereinbart die Rechnungsabwicklung online durchzuführen. Allerdings muss hier beachtet werden, dass Rechnungen nur mit qualifizierter elektronischer Signatur gültig sind. Mit einer solchen Signatur sind Online-Rechnungen der klassischen Rechnung per Post gleichgestellt.

    Wenn man diese grundsätzlichen Dinge ausprobiert, stellt man schnell fest, dass die Projektabwicklung insgesamt etwas strukturierter und am Ende auch zeitsparender ausfällt. Wichtige Online-Tools, die bei der Projektabwicklung unterstützen können, findet Ihr natürlich auf den FastBill-Seiten: Besonders empfehlen kann ich hier ein unkomplizierte Tool zur Zeiterfassung, mit dem auch komplexere Einzel- und Projekterfassungen durchgeführt werden können. Außerdem kann ein zentrales Dokumentenmanagement genutzt werden, mit dem sich Dokumente aller Art online verwalten lassen und damit im jeden Projektabschnitt verfügbar sind. Den optimalen Überblick über Rechnungen und offene Posten verschaffe ich mir anhand der FastBill Rechnungsverwaltung, über welche alle Kosten und Rechnungsschritte, auch bei vielen verschiedenen Projekten, gut organisiert werden können.
    Damit wünsche ich noch erfolgreiches Projektmanagen.

    Die FastBill Zeiterfassung:

    Zeiterfassung mit FastBill

    Ein paar nützliche Tools zur Unterstützung in der Projektarbeit habe ich hier aufgelistet:

    • ActiveCollab (viele Projekte mit mehreren Leuten bearbeiten, Meilensteine festlegen, Rechte vergeben für unterschiedliche Projekte)
    • Toodledo (umfangreiche ToDo Listen erstellen, sortieren und bearbeiten)
    • SimpleGTD (kleine einfache ToDo Listen, die helfen, Kleinigkeiten nicht zu vergessen)

    Wer noch hilfreiche Tools kennt - ich freu m ich über Kommentare.

    Neu im April:
    Dokumentenmanagement, Massensignatur…

    3. April 2008

    Liebe FastBill Nutzer,

    nachdem wir im letzten Release viel für die Optimierung des Portals getan haben, ist es jetzt an der Zeit wieder einen großen Schritt nach vorn zu gehen.

    Template-Editor
    Aufgrund des großen Anklangs, den der Template-Editor bei unseren Nutzern gefunden hat, haben wir noch mehr Individualität integriert:

    • Jede Rechnungsvorlage kann nun mit einem individuellen
      E-Mail-Template verknüpft werden.
    • Sie können eigene Corporate-Schriften auf das System laden und
      diese für die Erstellung von Rechnungsvorlagen nutzen.

    Dokumentenmanagement
    Dem einen oder anderen Benutzer ist es bestimmt schon aufgefallen oder er hat es sich gewünscht. Das Dokumentenmanagement ist vollständig in das Portal integriert und stellt ab sofort einen zentralen Punkt dar, an dem Dokumente und Informationen gebündelt verwaltet und archiviert werden können. Dies soll Ihnen die Arbeit an Projekten und die Kommunikation mit dem Kunden erheblich vereinfachen.

    Signaturvorgang
    Weiterhin wurde das Signieren von Dokumenten im neuen Release stark vereinfacht:
    Erstellen Sie auf Ihrem Rechner ein ZIP-Archiv mit Dokumenten, die Sie signieren wollen, laden Sie dieses Archiv auf das Portal und lassen Sie von FastBill alle Dokumente automatisch signieren. Somit ist eine einfache Massensignatur möglich.

    Wir wünschen allen Nutzern viel Spaß mit den neuen Erweiterungen und freuen uns natürlich über Feedback.

    Ihr FastBill Team.

    Resumé: Übergang zur Final Version ist geschafft!

    6. März 2008

    Liebe FastBill Benutzer,

    nachdem in wir in den letzten Wochen noch viel an Performance, Benutzerfreundlichkeit und optischen Feinheiten gearbeitet haben, können wir nun stolz den Übergang von der Beta-Phase zur Final-Version verkünden.

    FastBill hat sich während der verschiedenen Releases zu einem sehr brauchbaren Werkzeug für viele Unternehmen, Freiberufler und Studenten entwickelt und wir haben es geschafft, den doch häufig tristen Alltag der Kundenverwaltung und Rechnungsstellung mit neuesten Webtechnologien und einem frischen Layout zu einem angenehmen Arbeitschritt zu machen.

    Wenn wir FastBill im Vergleich zum derzeitigen Wettbewerb betrachten, so wollen wir an dieser Stelle folgende Punkte hervorheben:

    • einfache und kostengünstige Signatur für elektronischen
      Schriftverkehr,
    • eine leicht einsetzbare Zeiterfassung,
    • das nahtlose Zusammenspiel aus Angebots-, Projekt- und
      Rechnungsverwaltung.
    • und natürlich Bill (www.billprivat.de)

    Dennoch ruhen wir uns nicht aus, sondern arbeiten motiviert weiter an kontinuierlichen Verbesserungen und neuen Features, um FastBill noch stärker im Arbeitsalltag unserer Benutzer zu integrieren. Dabei werden zukünftig
    gerade im Bereich Projektmanagement und der gemeinsamen Nutzung des Systems Neuigkeiten zu erwarten sein.

    Für Input unserer Nutzer sind wir natürlich jederzeit offen, da eine praxisrelevante Weiterentwicklung ohne Feedback aus dem täglichen Gebrauch kaum möglich ist.

    Sie dürfen also auch weiterhin auf die Entwicklung von FastBill gespannt sein - Wir sind es und hoffen auch künftig auf eine gute Zusammenarbeit,

    Ihr FastBill-Team