Skonto
Definition, Erklärung & Beispiele im FastBill Finanzlexikon

Skonto – Was ist Skonto?

Das italienische Wort "Skonto" bedeutet Rabatt. Mit einem Skonto gewährst du deinen Kunden einen Preisnachlass oder bekommst selbst einen solchen bei deinen Lieferanten. Im Regelfall ist der Abzug mit einer bestimmten Zahlungsfrist verbunden und soll zu einer frühzeitigen Bezahlung des Rechnungsbetrages animieren. Wie wird ein Skonto berechnet, gibt es einen Anspruch auf einen Preisnachlass und lohnt sich ein Skonto überhaupt?

Inhaltsangabe

  1. Warum einen Preisnachlass gewähren?
  2. Wie berechnest du ein Skonto?
  3. Für wen ist Skonto sinnvoll?

Warum einen Preisnachlass gewähren?

Als Unternehmer wird dir ein Skonto auf zweierlei Wegen begegnen, als Eingangsrechnung von Lieferanten oder wenn du Kunden einen Preisnachlass gewährst. Eines gleich vorweg: einen gesetzlichen Anspruch auf Skonto gibt es nicht. Es liegt also am Unternehmer, ob ein Skonto gewährt wird oder nicht. Ob sich ein Preisnachlass lohnt, lässt sich schwer pauschal beantworten. Grundsätzlich kann ein Skonto durchaus für beide Seiten Vorteile bringen. Der Kunde erhält einen Rabatt, was bei einem höheren Skontosatz schon einmal einen stattlichen Betrag ausmachen kann und der Rechnungsleger bekommt dafür rascher sein Geld.

Wie berechnest du ein Skonto?

Willst du als Unternehmer ein Skonto gewähren, musst du dies auf deiner Rechnung gesondert vermerken. Dabei ist es wichtig, dass du das genaue Zahlungsziel anführst, in welchem du den Preisnachlass einräumst. Häufig finden sich auf Rechnungen Formulierungen wie:

Zahlbar netto ohne Abzug binnen 14 Tagen. Bei Bezahlung des Rechnungsbetrages binnen 10 Tagen gewähren wir Ihnen einen Preisnachlass von 3 %.

Skonto wird meistens vom Bruttoumsatz gewährt. Du kannst aber auch nur auf bestimmte Positionen deiner Rechnung einen Rabatt einräumen. Beispielsweise wird auf die Arbeitszeit ein Nachlass gewährt, das Material dafür ohne Skonto verrechnet. Es ist durchaus üblich einen prozentuellen Skontosatz zu gewähren. In der Regel sind dies 2 % oder 3 % des Rechnungsbetrages. Es kann aber durchaus auch ein höherer Skontosatz gewährt werden. Manche Unternehmen staffeln den Skontosatz. Je kürzer das Zahlungsziel, desto höher ist der Skontosatz. Bei Bezahlung binnen 5 Tagen werden beispielsweise 5 % Skonto des Rechnungsbetrages eingeräumt und bei Bezahlung binnen 10 Tagen 3 % Skonto.

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Für wen ist Skonto sinnvoll?

Die Gewährung eines Rabattes kann sinnvoll sein, muss es aber nicht. Auch bei kleineren Rechnungsbeträgen können 2 % bis 3 % im Lauf des Jahres einen stattlichen Betrag ergeben, der dir dann möglicherweise am Konto fehlt. Andererseits wird mit dem Skonto auch ein Anreiz zur schnelleren Bezahlung geboten. Es liegt somit im Ermessen des Rechnungslegers, ob ein Skonto zweckmäßig und sinnvoll ist oder nicht.

  • Als liquider Rechnungsempfänger kannst du Geld sparen, wenn du deine Rechnung gleich bezahlst.
  • Als Rechnungssteller kannst du Skonto anbieten, um die Kundenbindung zu festigen.
  • Bei Geschäftsverhandlungen kann dir die Gewährung eines Rabattes Vorteile bringen.
  • Kalkuliere deine Preise so, dass du Spielraum für ein Skonto hast.
  • Skonto kann helfen längere Zahlungsverzögerungen zu vermeiden, da die Zahlungsfrist kürzer ist. Somit erhältst du dein Geld nicht erst nach 4 bis 6 Wochen, sondern bereits nach 5, 10 oder 14 Tagen.
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verfasst von
Hendrik Kehres
Hendrik ist ein Experte im Bereich Online Marketing & SEO. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung und Gründung für Selbständige und all die, die noch in der Planungsphase stecken.