Variable Kosten einfach erklärt

Variable Kosten - Was sind variable Kosten?

Bei variablen Kosten handelt es sich um veränderliche Kosten, die auf Grundlage der Produktionsmenge eines Unternehmens steigen oder sinken. In Verbindung mit den Fixkosten ergeben sich die Gesamtkosten, die sich auf das gesamte Unternehmen beziehen. Der Umfang variabler Kosten steht daher in engem Zusammenhang mit den produzierten Gütern oder den erbrachten Dienstleistungen, wodurch sich die Gesamtzahl der variablen Kosten stets ändert.

Inhaltsangabe

  1. So entstehen variable Kosten
  2. Die Unterscheidung der Kostenbereiche
  3. Wo liegt der Unterschied zu fixen Kosten?
  4. Wie genau funktioniert der Deckungsbeitrag?
  5. Variable Kosten im Blick behalten

So entstehen variable Kosten

Durch den direkten Zusammenhang mit Gütern und Dienstleistungen zeigt sich, dass dieser Bereich der Kosten jederzeit vom Umfang der eigenen Arbeit abhängig ist. Wenn ein Unternehmen beispielsweise Tische herstellt und diese an den Einzelhandel verkauft, beziehen sich die variablen Kosten auf die Stückkosten innerhalb der Produktion und sind ein wichtiger Teil der Gesamtkosten.

Wenn beispielsweise 70,40 € an Materialkosten für einen Tisch anfallen und ein Gesamtvolumen von 100 Stühlen verkauft wird, liegen die variablen Kosten bei 7040 €. Wenn sich die Nachfrage im Bereich der Tische anschließend verändert, werden hingegen nur weniger Tische gefertigt, wodurch sich auch die variablen Kosten verringern. Umso größer der Stil der Produktion ausfällt, desto größer sind trotz gleichbleibenden Stückkosten auch die variablen Kosten.

Die Unterscheidung der Kostenbereiche

Auf Grundlage der Beschaffenheit ergeben sich je nach Kostenbereich einige Unterschiede. Hierbei wird üblicherweise in vier Bereiche unterschieden, die in Verbindung mit dem Grad der Beschäftigung stehen. Die folgenden Bereiche sind hierbei entscheidend:

  • Proportionale Kosten – identisches Verhältnis zwischen Kosten und Beschäftigung
  • Degressive Kosten – geringerer Kostenanstieg als Beschäftigungsanstieg
  • Progressive Kosten – stärkerer Kostenanstieg als Beschäftigungsanstieg
  • Regressive Kosten – steigende Kosten bei sinkender Beschäftigung

Für die Arbeit im Unternehmen gibt es verschiedenste Beispiele für möglicherweise anfallende variable Kosten. Hierzu gehören Rohstoffe, Provisionszahlungen, Frachtkosten, Transportkosten, Löhne für erbrachte Leistungen, Fremdleistungen oder Energiekosten. All dies setzt sich zum Bereich der variablen Kosten zusammen und macht es möglich, die Kosten im Blick zu behalten.

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Wo liegt der Unterschied zu fixen Kosten?

Im Vergleich zu den variablen Kosten haben Fixkosten eine andere Funktionalität. Diese fallen in einem Zeitraum unabhängig von der produzierten Menge an, weshalb auf die Fixkosten keine unmittelbare Einflussnahme erfolgen kann. Typische Beispiele für Fixkosten sind hierbei die Miete sowie die Zahlung von Löhnen und Gehälter. Auch lineare Abschreibungen sind Teil der fixen Kosten und stehen ergänzend zu weiteren Kostenbereichen wie den Energiekosten für Hallen, Büros oder Produktionszentren und Geschäfte regelmäßig an. So kannst du rund um deine eigene Tätigkeit keinen Einfluss auf diese Bereiche nehmen, indem die Produktion angepasst wird.

Wie genau funktioniert der Deckungsbeitrag?

Um die Fixkosten zu decken, wird eine gewisse Geldmenge benötigt. Hierbei handelt es sich um den Deckungsbeitrag, mit dem sich die Produktionskosten für die erstellten Produkte sowie für die geleisteten Dienste decken müssen. Sobald der Deckungsbeitrag die Fixkosten übersteigt, erzielt das Unternehmen einen Gewinn. Sollten jedoch die Fixkosten überwiegen, erfolgt die Arbeit nicht profitabel, wodurch keine Gewinnorientierung anhand der eigenen Arbeit erkennbar wird.

Hat das Unternehmen aus dem Beispiel in einem Monat 100 Tische produziert und erfolgreich verkauft, liegen die variablen Kosten bei Stückkosten von 70,40 € bei 7040 €. Verkauft wird der einzelne Tisch hingegen für 120 €. Zu den variablen Kosten kommen jedoch noch die Fixkosten, die im angenommenen Beispiel 2960 € betragen. Nachdem zunächst die variablen Kosten von den Erlösen abgezogen wurden, ergibt sich ein Deckungsbeitrag von 4960 €. Werden anschließend auch die Fixkosten abgezogen, bleibt ein Gewinn von 2000 €, wodurch der Deckungsbeitrag positiv ist.

In diesem Beitrag erklären wir euch die Berechnung des Deckungbeitrag.

Entscheidend für die Kostenermittlung

Damit du deine Preise auf Grundlage der Stückkosten optimal kalkulieren kannst, benötigst du die Kontrolle über deine Ausgaben. Dies funktioniert nur mit einer vollständigen Erfassung deiner Ausgaben und der damit verbundenen Erlöse, damit du deine Gesamtkosten so übersichtlich wie möglich gestalten kannst. Auf dieser Basis solltest du anschließend festlegen, wie hoch die Kosten für eine profitable Umsetzung sein müssen, um die Produktionsmenge zu decken und gleichzeitig die Fixkosten im Blick zu behalten. So weißt du am einfachsten über deine Gesamtkosten Bescheid.

Variable Kosten im Blick behalten

Wer seine variablen Kosten in Verbindung mit Stückkosten und Produktionsmenge stets im Blick behält, kann seine Gewinne deutlich steigern. Aus diesem Grund solltest auch du in deiner Buchführung darauf achten, strikt zwischen variablen Kosten und Fixkosten zu unterscheiden und deinen Deckungsbeitrag berechnen. So behältst du die Kontrolle über deine Gesamtkosten und weißt, wie sich einzelne Investitionen auf den Wert deines Unternehmens auswirken. Rund um die erforderliche Produktionsmenge für einen positiven Deckungsbeitrag hast du somit den Überblick.

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verfasst von
Hendrik Kehres
Hendrik ist ein Experte im Bereich Online Marketing & SEO. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung und Gründung für Selbständige und all die, die noch in der Planungsphase stecken.