1. Steuernummern: diese Nummern & ID’s gibt es!

 

Die Namen der verschiedenen Zahlenreihen klingen ähnlich, haben aber ganz verschiedene Aufgaben und Bedeutungen für das Finanzamt. Hier erfährst du, welche:

• Steuer-Identifikationsnummer

Die Identifikationsnummer, auch Steuer-ID oder IDNr genannt, wird seit 2007 jedem Bundesbürger in Deutschland mit seiner Geburt vom Bundeszentralamt für Steuern zugeteilt. Sie besteht aus 11 Ziffern und bleibt unverändert, auch bei Umzügen oder einer Heirat – ein Leben lang. Diese Identifikationsnummer ist sehr persönlich und gehört niemals in die geschäftliche Korrespondenz.

• Steuernummer

Die Steuernummer hat 13 Ziffern und wird in der Regel mit der ersten Steuererklärung vergeben. Sie ordnet alle steuerpflichtigen natürlichen oder juristischen Personen einem bestimmten Finanzamt zu. Weil die Steuernummer Informationen über das zuständige Finanzamt enthält, kann sie sich bei einem Umzug ändern. Kleinunternehmer, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind, nutzen diese Steuernummer auf ihren Rechnungen.

• Umsatzsteuer-Identifikationsnummer

Die Umsatzsteuer-ID ist die Nummer, die in ganz Europa eindeutig einem Unternehmen zugewiesen wird. Sie wird gewerblich beziehungsweise geschäftlich gebraucht. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss die Umsatzsteuer-ID auf seinen Rechnungen bekannt geben. Jeder Gründer kann sie kostenfrei beim Bundeszentralamt für Steuern anfordern. Mit deiner Steuernummer kann das Finanzamt deine Einkommensteuererklärung eindeutig zuordnen. Die Steuer-ID wurde eingeführt, um das Besteuerungsverfahren zu modernisieren. Langfristig soll die Identifikationsnummer die herkömmliche Steuernummer, die bislang auf eine Rechnung gehört, ersetzen.

 

2. Steuernummer beantragen: woher bekomme ich meine Steuernummer?

 

Die persönliche Steuer-Identifikationsnummer findest du in der Regel auf deiner Lohnsteuerkarte oder deinem letzten Einkommensteuerbescheid. Dort ist normalerweise auch die Steuernummer zu finden. Wer seine Nummern nicht ausfindig machen kann, sollte das Bundeszentralamt für Steuern kontaktieren. Anhand einiger persönlicher Daten kann dieses deine Nummer recherchieren. Dafür musst du dem zuständigen Fachreferat folgende Angaben machen:

• Name

• Vorname

• Adresse

• Geburtsdatum

• Geburtsort

Wer noch nie eine Steuererklärung gemacht hat, kann die erste, zum Beispiel über das Elster-Portal, einfach ohne Nummer einreichen. Das Finanzamt bearbeitet die Steuererklärung und schickt dann zusammen mit dem Steuerbescheid die zugehörige Nummer zu.

Aus Datenschutzgründen werden Steuernummer oder Identifikationsnummer nur per Brief mitgeteilt.

Wichtig: Babys erhalten in der Regel in einem Zeitraum von circa 3 Monaten automatisch ihre Steuernummer. Sind ja auch Babys.

3. Steuernummer finden: wo steht die Steuernummer?

 

Die Steuernummer besteht aus 13 Ziffern, wobei eine Codierung des Wohnsitzes enthalten ist – bei einem Umzug ändert sich die Nummer also, sofern dann ein anderes Amt zuständig ist. Nicht nur aus diesem Grund ist eine Ummeldung wichtig.

Du findest sie oben links auf deinem Einkommensteuerbescheid sowie auf dem Lohnsteuerbescheid, den du vom Arbeitgeber bekommst. Solltest du noch nie eine erhalten haben, kannst du sie einfach bei deinem zuständigen Finanzamt erfragen. Ebenfalls wurde im Jahr 2008 vom Bundeszentralamt für Steuern ein persönliches Schreiben an knapp über 81 Millionen Menschen versendet mit dem markanten Betreff "Zuteilung der Identifikationsnummer nach § 139b der Abgabenordnung (AO)". 
In diesem Schreiben findest du deine persönliche Identifikationsnummer rechts oben

In deinem Einkommensteuerbescheid und deinem Lohnsteuerbescheid findest du deine persönliche Identifikationsnummer meistens oben links

4. Steuernummer prüfen: so prüfst du deine Steuernummer!

 

Steuernummern sind nach einer bestimmten Taxonomie aufgebaut, die je nach Bundesland variiert. In einem gewissen Umfang ist eine Überprüfung zum Ausschluss von groben Fehlern also möglich.

Kurz und knackig:

Allerdings können Steuernummern nicht online abgefragt werden. Dies ist nur bei einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer möglich. 

Hier ist ein Link

5. Kleinbetragsrechnung: müssen Rechnungen Steuernummer enthalten?

 

Bei sogenannten Kleinbetragsrechnungen mit einem Wert von unter 150 Euro benötigt deine Rechnung keine Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID.
Zu solchen Rechnungen zählen unter anderem Kassenzettel. Dort müssen lediglich Name und Anschrift des leistenden Unternehmers genannt werden, sowie:

• Datum der Ausstellung

• Umfang und Art der Leistung

• Brutto-Entgelt sowie Steuerbetrag, der darauf anfällt

• anzuwendender Umsatzsteuersatz oder Hinweis auf Steuerbefreiung

Zahlreiche Angaben, die bei einer regulären Rechnung erforderlich sind, kannst du in diesem Fall also unbesorgt weglassen. Natürlich schadet die Angabe der Steuernummer nicht, doch wird sie hier nicht benötigt.

6. Unterschied zwischen Steuernummer & Umsatzsteuer-Identifikationsnummer?

 

Im Gegensatz zur Steuernummer dient die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer ausschließlich der Abwicklung von Umsatzsteuer-Angelegenheiten zwischen Unternehmen, die in verschiedenen EU Ländern sitzen.

Eine Steuernummer wird in den meisten Fällen automatisch vom Finanzamt vergeben. Eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer muss hingegen gesondert beantragt, bzw. im Fragebogen zur steuerlichen Erfassung angehakt werden.

Steuerberater Christian Deák von der DHW Steuerberatung 

7. Welche Daten sind unter der Steuernummer gespeichert?

 

Alle ID-Nummern werden vom Bundeszentralamt für Steuern verwaltet. Darunter werden nicht nur deine Namen, dein Geburtsdatum, der Geburtsort, dein Geschlecht, deine Anschrift und eventuell dein akademischer Titel gespeichert, sondern auch die zuständigen Finanzbehörden, Übermittlungssperren und einmal dein Sterbetag. Erst spätestens 20 Jahre nach dem Todesjahr werden diese Daten gelöscht.

Nur die Finanzbehörden dürfen diese Daten erheben und verwenden. Rentenversicherung und Krankenkassen sind beispielsweise verpflichtet, Daten zu steuerlichen Zwecken an die Finanzverwaltung zu senden. Dafür erfahren sie aber nur deine Identifikationsnummer, nicht die Informationen, die dahinterstehen.

8. Warum gibt es immer noch die Steuernummer?

 

Es ist noch ungewiss, wann die Identifikationsnummer die Steuernummer ablösen wird. Die Umstellung dauert offenbar an. In der Zwischenzeit existieren beide nebeneinander und sollten auch, um sicher zu gehen, beim Schriftverkehr mit dem zuständigen Finanzamt korrekt angewendet werden.

Auf Rechnungen sind nach wie vor die herkömmliche Steuernummer oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer entscheidend.

9. Müssen Rechnungen im Allgemeinen eine Steuernummer enthalten?

 

Zu den Pflichtangaben einer jeden Rechnung gehört auch eine Steuernummer. Ob ein Unternehmen auf seinen Ausgangsrechnungen die Steuernummer (wird vom zuständigen Finanzamt vergeben) oder die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (wird vom Bundeszentralamt für Steuern vergeben) angeben möchte, darf es sich selbst aussuchen.

Solltest du eine Rechnung ohne Steuernummer gestellt haben, musst du diese ordnungsgemäß korrigieren. Hast du eine Rechnung ohne Steuernummer erhalten, kannst du den Rechnungssteller um eine entsprechende Korrektur bitten. Die einzige Ausnahme von dieser Regelung stellt die Kleinstbetragsrechnung dar. Diese muss keine Steuernummer enthalten.

10. Clever Rechnungen schreiben mit FastBill

Mit dem praktischen Finanzmanagement Tool von FastBill verwechselst du nie wieder eine der drei Nummern. Einmal eingespeichert, musst du dir keine Gedanken mehr darum machen. Das Tool setzt die richtige Nummer automatisch an der zugehörigen Stelle ein. So kannst du sekundenschnell und ordnungsgemäß Rechnungen erstellen, die dem Finanzamt auf jeden Fall Freude machen. Das liegt  auch daran, dass du mit der App einfach und überall Belege einscannen und zuordnen kannst. Dank Cloud-basierter Technologie kannst du jederzeit darauf zugreifen, wenn du eine Internetverbindung zur Verfügung hast. FastBill denkt auch an deine Steuererklärung: mit nur einem Klick hast du einen Monatsbericht erstellt, um ihn direkt an deinen Steuerberater zu schicken. Egal, wie lange es noch so viele Nummern gibt – du kannst dich auf das Wesentliche konzentrieren. Auf Wunsch kannst du den kompletten Prozess mit dem Steuerberater auch automatisieren.

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