Gewerbesteuer Rechner - Schnell und einfach

So funktioniert der Gewerbesteuer Rechner

Bei der Gewerbesteuer handelt es sich um eine Abgabe, die direkt an die Gemeinde fließt. Daher steht sie nicht in direktem Zusammenhang mit der Einkommenssteuer, sondern wird unabhängig davon erhoben. Dementsprechend ist es sinnvoll, sich die voraussichtliche Steuer mit einem Gewerbesteuer Rechner im Vorhinein zu ermitteln. In diesem Beitrag erfährst du, welche Auswirkungen der Hebesatz auf deine Steuer hat und wie du diese vollständig berechnen kannst.

Inhaltsangabe

  1. Die Berechnung der Gewerbesteuer
  2. Steuerermäßigung rund um den Gewerbebetrieb
  3. Spürbare Erleichterungen in Zeiten von Corona
  4. Doppelbesteuerung durch Anrechnung vermeiden

Die Berechnung der Gewerbesteuer

Für die richtige Berechnung der Gewerbesteuer benötigst du mehrere Angaben. Die wohl wichtigste Grundlage für deinen Gewerbesteuerrechner ist der Hebesatz. Dieser unterscheidet sich in jeder Gemeinde und beträgt mindestens 200 %. Besonders in großen Städten ist der Hebesatz jedoch meist etwas höher, wodurch sich der Wert etwa zwischen 400 % und 500 % einpendelt.

Auch der Gewerbeertrag ist bei der Berechnung zu beachten. Von diesem solltest du zunächst den Freibeitrag für Personengesellschaften abziehen, der jährlich 24.500 € beträgt. Gehen wir für die Daten des Gewerbesteuerrechners von 70.000 € Ertrag aus, verbleiben 45.500 € zur Errechnung der Gewerbesteuer. Diese 45.500 € werden anschließend mit einem einheitlichen Steuersatz in Höhe von 3,5 % verrechnet, der bundesweit identisch bleibt. Dadurch ermittelst du deinen individuellen Gewerbesteuermessbetrag, der für unser Beispiel 1.592,50 € beträgt.

Um die Steuer für deinen Gewerbebetrieb zu berechnen, ist der Gewerbesteuermessbetrag lediglich mit dem Hebesatz deiner Kommune zu multiplizieren. Gehen wir im Beispiel von Berlin aus, entspricht der Hebesatz einem Wert von 410 %. Durch die Multiplikation der 1592,50 € mit den 410 % bleibt eine Gesamtsteuerbelastung in Höhe von 6,529,25 € nach GewStG.

Steuerermäßigung rund um den Gewerbebetrieb

Bezüglich deiner Einkünfte aus Betrieben und deren gewerblicher Einordnung ist auch die zusätzliche Steuerermäßigung denkbar. Diese ermöglicht eine pauschale Anrechnung der Gewerbesteuer auf die Einkommenssteuer, um die Nachteile gewerblicher Personenunternehmen auszugleichen. Die Vorschrift gilt jedoch nur für natürliche Personen mit einem direkten Einkommen aus dem Gewerbebetrieb. Für Kapitalgesellschaften gilt hingegen der Körperschaftssteuertarif von 15 %.

Konkret wird daher zunächst die gewöhnliche Gewerbesteuer für den Gewerbebetrieb berechnet. Da neben dem Gewerbe jedoch in der Regel ein eigenständiges Einkommen ausgezahlt wird, muss dies dem Gewerbeertrag nach Abzug der Steuer hinzugerechnet werden. Ausgehend von diesem Wert kann die tarifliche Einkommenssteuer in Höhe von 42 % berechnet werden. Durch den festgelegten Ermäßigungsfaktor 3,8 wird dazu mit dem Messbetrag (Gewerbeertrag x Messzahl 3,5 %) multipliziert, wobei der ermittelte Betrag von der Einkommenssteuer abgezogen werden kann.

Spürbare Erleichterungen in Zeiten von Corona

Im Rahmen der Konjunkturpakete für Unternehmen in der Corona-Krise wurde der Faktor für die Ermäßigung von 3,8 auf 4,0 angehoben. Dies soll gleichzeitig eine Reaktion auf die stetig gestiegenen Gewerbesteuerhebesätze sein, die für eine höhere steuerliche Belastung im Betrieb sorgen. Auf diese Weise sollen Gewerbebetriebe bei einem höheren Hebesatz stärker entlastet werden, um durch die Inhalte des Gewerbesteuergesetzes nicht existenziell in Gefahr zu sein. In Verbindung mit weiteren Maßnahmen wie der Verlängerung der Reinvestitionsfristen um ein Jahr sowie durch zusätzliche Kinderboni hat das Konjunkturpaket in Einzelfällen durchaus etwas bewirken können.

Doppelbesteuerung durch Anrechnung vermeiden

Trotz der zusätzlichen Entlastung ist die Doppelbesteuerung rund um das GewStG eine finanziell große Belastung für Gewerbetreibende. Daher bieten sich Hinzurechnungen an. Hierfür steht dir ein Freibetrag in Höhe von 100.000 € zur Verfügung, wodurch erst nach Überschreitung dieses Wertes eine Mehrbelastung erforderlich ist. Aspekte wie die Miete oder das Pachten von Arbeitsräumen können durchaus mindernd sein und als Hinzurechnungen die Gewerbesteuer effektiv senken.

Mit einem praktischen Gewerbesteuerrechner findest du dies in der Regel bereits vorab heraus und kannst ermitteln, wie viel dir deine Hinzurechnungen bringen. Auch wenn die Doppelbesteuerung auf dem Papier erhalten bleibt, lässt sich die Belastung mithilfe derartiger Optionen und der zusätzlichen Ermäßigung in Verbindung mit der Einkommenssteuer senken. Dadurch wird die Gewerbesteuer indirekt geringer und bietet die gewünschte Flexibilität. Rund um die Anwendung des Gewerbesteuergesetzes ist die Nutzung eines derartigen Rechners daher stets empfehlenswert.

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verfasst von
Hendrik Kehres
Hendrik ist ein Experte im Bereich Online Marketing & SEO. Hier gibt er Tipps rund um Finanzen, Buchhaltung und Gründung für Selbständige und all die, die noch in der Planungsphase stecken.