T-Konten einfach erklärt!

T-Konten – schematisch zu mehr Übersicht

Belege sind die wichtigste Grundlage für die einheitliche Dokumentation von Geschäftsvorfällen. Sie unterscheiden sich zwischen Soll und Haben, wodurch eine Unterteilung zwischen den bereits erhaltenen Geldern oder getätigten Ausgaben und den zukünftigen Buchungen vorgenommen wird. Dies stellt die Basis für die Herausbildung des Buchungssatzes dar. Mithilfe der Kontierung wird die Übersichtlichkeit somit gesteigert. Doch wie genau funktioniert ein T-Konto?

Inhaltsangabe

  1. Die Vorteile der T-Kontierung
  2. Für jede Kontoart eine gute Wahl
  3. Die Verwendung der T-Konten
  4. So funktioniert der Abschluss eines T-Kontos
  5. Mehr Transparenz dank schematischer Darstellung

Die Vorteile der T-Kontierung

Mit einem T-Konto werden die Finanzinhalte in einer zweispaltigen Tabelle erfasst. Dies dient der visuellen Darstellung sämtlicher Buchungsvorgänge, um auf beiden Seiten des Kontos den Überblick zu behalten. So bist du in der Lage, sämtliche Buchungen anschaulich zu verwalten und auf den ersten Blick zu erkennen, wie sich deine Finanzen verändert haben. Auf dieser Grundlage hast du es leicht, deine aktuelle Finanzlage bestmöglich zu visualisieren und entsprechend zu erkennen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der Flexibilität. Auch wenn das T-Konto nur noch für visuelle Zwecke zum Einsatz kommt, schafft es eine enorme Übersicht. So wird jederzeit deutlich, was die Habenseite für Zugänge verbuchen kann und welche Aspekte für deine Gewinnermittlung eine Rolle spielen. Mithilfe eines T-Kontos behältst du die Auswirkungen einzelner Faktoren auf deine Finanzen stets im Blick.

Für jede Kontoart eine gute Wahl

Innerhalb der Buchführung wird grundsätzlich zwischen vier verschiedenen Kontoarten unterschieden. Diese bilden die Basis der doppelten Buchführung und sichern die Daten der anderen Konten automatisch ab. Auch hierbei kommen die T-Konten zum Einsatz, um für mehr Einheitlichkeit zu sorgen und die vorhandenen Angaben zum Buchungssatz visuell zu veranschaulichen.

Aktivkonten

Mit einem Aktivkonto werden deine Vermögenswerte im Unternehmen beschrieben. Sie verdeutlichen, für welche Details die Verwendung des Kapitals angedacht ist und welche Anschaffungen getätigt werden sollen. So zählen zu den Aktivkonten beispielsweise Anlagevermögen wie Gebäude, Grundstücke oder Finanzanlagen, aber auch Umlaufvermögen wie Kassen, Vorräte oder Bankkonten. Für die Buchung werden Anfangsbestände und Zugänge stets im Soll verbucht. Abgänge und Schlussbestände für das Aktivkonto sind hingegen im Bereich Haben verbucht und stehen für die realen Finanzwerte im Unternehmen.

Passivkonten

Passivkonten dienen der Abbildung des gesamten Unternehmenskapitals. Auf diese Weise wird deutlich, welchen Ursprung die zur Verfügung stehenden Finanzmittel haben. In dieser Hinsicht gehören Eigenkapital, Rückstellungen und Verbindlichkeiten in den Bereich des Passivkontos, um Veränderungen Schritt für Schritt zu verdeutlichen. Der Aufbau erfolgt beinahe spiegelverkehrt zum Aktivkonto. Hierbei werden Abgänge und Schlussbestände im Soll gebucht, die Zugänge und der damit verbundene Anfangsbestand finden sich hingegen im Haben wieder.

Aufwandskonten

Über Aufwandskonten werden sämtliche Aufwendungen dokumentiert, die das Eigenkapital vermindern. Hierzu gehören beispielsweise Abschreibungen, Personalkosten, Mieten, laufende Kosten, Fahrzeuge, Versicherungen, Neuanschaffungen, Reparaturen oder Werbekosten. Da das Aufwandskonto zur neuen Abrechnungsperiode immer wieder neu begonnen wird, gibt es in diesem Fall keinen Anfangsbestand. Die Aufwendungen buchst du aus diesem Grund immer im Soll, eventuell auftretende Korrekturen können im Bereich Haben verbucht werden.

Ertragskonten

Ertragskonten dienen der Erfassung sämtlicher Wertflüsse. Dadurch stellen sie das Gegenstück zum Aufwandskonto dar und erhöhen das Eigenkapital deines Unternehmens. Zu den Aspekten deines Kontos gehören beispielsweise fertige oder unfertige Erzeugnisse, Umsatzerlöse, Einnahmen durch Zinsen, Mieteinnahmen oder Rabatte von anderen Unternehmen. Sämtliche Erträge werden hierzu im Haben gebucht, mögliche Korrekturen finden hingegen im Soll Bereich Platz. So bleibt die Darstellung stets kompakt und übersichtlich.

Die Verwendung der T-Konten

Wie bereits erwähnt, dienen die T-Konten für die heutigen Abrechnungen lediglich der Veranschaulichung neuer Buchungen. Da die Buchführung in den meisten Fällen vollständig digital erfolgt, ist meist lediglich die Kenntnis zu den Konten erforderlich. Alle weiteren Faktoren werden von einer Buchhaltungssoftware übernommen, die automatisch für eine richtige Einordnung sorgen kann. So behältst du sämtliche Buchungen im Blick und hast die Kontrolle über deine Bilanzen.

Dank der enormen Veranschaulichung hast du zudem die Möglichkeit, Geschäftsvorfälle mithilfe der Methode ohne viel Aufwand zu klassifizieren. Für deinen Betriebserfolg sind derartige Buchungen unerheblich, da diese nur auf die Bilanzkonten wirken. Solltest du zwischen mehreren Bereichen im Unternehmen unterscheiden, kannst du Geschäftsvorfälle mit mindestens zwei Bestandskonten klassifizieren. So kann es zu einem Aktiv- oder Passivtausch kommen, wodurch einzelne Konten gemindert und andere Konten verstärkt werden. Für die Abrechnung hat dies keine Wirkung.

So funktioniert der Abschluss eines T-Kontos

Um am Ende des Geschäftsjahres einen vollständig korrekten Jahresabschluss zu erstellen, müssen auch die T-Konten abgeschlossen werden. Hierzu werden die Schlussbestände der Bilanzkonten in die Bilanz übertragen, was grundsätzlich mit den folgenden drei Schritten erfolgt:

Abschluss von Erfolgs- und Bestandskonten

Der Abschluss deiner Bestandskonten erfolgt in der Regel über das Schlussbilanzkonto. Erfolgskonten hingegen werden über das Gewinn- und Verlust-Konto abgeschlossen, um die innerhalb der vergangenen Abrechnungsperiode entstandenen Aufwendungen zu erfassen.

Abschluss des GuV-Kontos

Durch den Abschluss des Gewinn- und Verlustkontos wird die Leistung des Unternehmens ermittelt. Fallen die Erträge größer als die Aufwendungen aus, hast du einen Gewinn erzielt. Sind die Aufwendungen jedoch höher als die Erträge, machst du in der Abrechnungsperiode Verlust.

Abschluss des Eigenkapitalkontos

Da es sich bei deinem Eigenkapitalkonto um eines der Passivkonten handelt, wird es entsprechend über die Bilanz abgeschlossen. Der hierbei enthaltene Saldo wird somit auf die Passivseite der Bilanz übertragen, um die zahlreichen T-Konten korrekt abzuschließen.

Mehr Transparenz dank schematischer Darstellung

Auch wenn die schematische Form für deine Abrechnungen nur noch optisch von Bedeutung ist, ergibt sie praktisch durchaus Sinn. Sie macht es möglich, innerhalb der doppelten Buchführung den Überblick zu behalten und zu erkennen, welche Ausgaben den Gewinn beeinflussen. Gleichzeitig kannst du mithilfe der Bestandskonten prüfen, was die Habenseite aktuell hergibt und welche Entwicklungen sich durch deine Aufwendungen erkennbar machen. Auf dieser Grundlage lohnt es sich auch für dich, auf eine reibungslose Darstellung mit den T-Konten zu sorgen. So hast du die Kontrolle über deinen Buchungssatz und kannst die Veränderung deiner Konten überblicken.

Was ist FastBill?
FastBill automatisiert tägliche Abläufe deiner Buchhaltung & bringt Ordnung in deine Rechnungen, Belege und Finanzen.
verfasst von
Kimia Yourdkhani
Kimia ist Werkstudentin bei Fastbill im Bereich Online Marketing. Hier gibt sie inspirierende Ideen rum um das Thema Finanzen und Buchhaltung.